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    Daten-Studie · Juli 2026, erweitert Oktober 2026

    Shopware-5-Restbestand 2026: Rund 2.800 Shops in Deutschland, Österreich und der Schweiz laufen noch auf der ungepatchten Version

    Zwei Jahre nach dem offiziellen End-of-Life von Shopware 5 (31. Juli 2024) führt das HTTP Archive 2.863 Websites mit Endung .de, .at oder .ch auf Shopware 5. Wir haben 400 davon im Oktober 2026 einzeln nachgeprüft: 98 % laufen tatsächlich noch auf Version 5. Unter allen Shopware-Shops ist das etwa jeder vierte (bester Schätzwert 28 %).

    ~2.800
    Websites in DE/AT/CH noch auf Shopware 5
    ~28 %
    aller Shopware-Shops (Spanne 24–39 %)
    98 %
    der nachgeprüften SW5-Treffer bestätigt

    Teil 1: Gesamtmarkt laut HTTP Archive

    Das HTTP Archive ist ein öffentlicher Datensatz, der jeden Monat mehrere Millionen Websites crawlt und dabei die eingesetzte Technik erkennt. Grundlage ist die Liste der Websites, die Chrome-Nutzer tatsächlich aufrufen – also keine von Agenturen ausgewählten Referenzen. Im Crawl vom September 2026 erkennt das HTTP Archive bei Websites mit Endung .de, .at und .ch:

    Land (Domain-Endung)Shopware 5Shopware 6
    Deutschland (.de)2.6194.142
    Schweiz (.ch)132265
    Österreich (.at)112229
    Summe2.8634.636

    Nachgeprüft: Je 400 zufällig gezogene Treffer haben wir im Oktober 2026 mit unserem eigenen Scanner einzeln abgerufen. Von den als Shopware 5 geführten Websites liefen 385 von 392 erkennbaren tatsächlich noch auf Version 5 (98 %), bei Shopware 6 waren es 380 von 380. Daraus ergeben sich rund 2.800 Websites auf Shopware 5.

    Korrigiert: Ein Abgleich mit unseren selbst geprüften Shops zeigt, dass das HTTP Archive Shopware 5 zuverlässig erkennt, aber gut ein Drittel der Shopware-6-Shops gar nicht als Shopware einordnet. Der Rohanteil von 38 % ist deshalb zu hoch. Rechnet man die Erkennungslücke heraus, liegt der Shopware-5-Anteil bei etwa 28 % (Spanne 24–39 %, je nach Annahme zur Erkennungsquote).

    Die Zahl ist eine Untergrenze: Das HTTP Archive erfasst nur Websites mit nennenswertem Besucheraufkommen, kleine Shops fehlen. Einzelne Shops mit mehreren Länder-Domains zählen mehrfach.

    Teil 2: Stichprobe aus Agentur-Referenzlisten

    Im Juli 2026 haben wir 629 Shop-Domains aus deutschsprachigen Agentur-Referenzlisten technisch gescannt. Von 114 eindeutig versionierbaren Shopware-Shops liefen damals 12 auf Shopware 5 (10,5 %).

    Nachmessung Oktober 2026

    Am 4. und 5. Oktober 2026 haben wir dieselben 629 Domains erneut geprüft. Alle 12 Shopware-5-Shops aus dem Juli laufen weiterhin auf Shopware 5 – in knapp drei Monaten ist keiner umgezogen. Dazu haben wir unseren Scanner um zwei weitere Shopware-5-Merkmale ergänzt und dabei drei Shopware-5-Shops gefunden, die im Juli unerkannt geblieben waren. Damit laufen 15 von 112 eindeutig versionierbaren Shopware-Shops auf Version 5, also 13,4 % (95-%-Konfidenzintervall: 8,3–20,9 %). Fünf Shops, die im Juli auf Shopware 6 liefen, sind inzwischen auf Shopify.

    Dass die Agentur-Stichprobe mit gut 13 % deutlich unter dem Gesamtmarkt liegt, ist plausibel: Shops, die eine Agentur als Referenz zeigt, werden überdurchschnittlich gut gepflegt.

    Systemverteilung der Agentur-Stichprobe (Juli 2026)

    Shopware 6
    102
    Shopify
    61
    WooCommerce
    26
    Shopware 5
    12
    OXID eShop
    9
    JTL-Shop
    4
    Magento 2
    4
    Magento 1
    2
    Wix
    2

    407 weitere Domains waren nicht eindeutig erkennbar (WAF/CDN-Blocks, Redirects, Nicht-Shop-Seiten) und wurden methodisch sauber ausgeschlossen — nicht geraten.

    Methodik — transparent

    Teil 1 beruht auf dem öffentlichen HTTP-Archive-Datensatz (Crawl September 2026, Desktop, Startseiten), ausgewertet über Google BigQuery. Teil 2 beruht auf öffentlichen Agentur-Referenz- und Showcase-Listen. In beiden Teilen haben wir jede geprüfte Domain mit genau einem HTTP-Request auf die Startseite abgerufen. Die Versionserkennung läuft ausschließlich über eindeutige technische Marker (Shopware-5-Theme-, Engine- und Cache-Pfade sowie Shopware-5-Seitenklassen gegenüber Shopware-6-Storefront-Bundles) — bloße Wortnennungen zählen nicht. Nicht eindeutig erkennbare Domains werden ausgeschlossen, nicht geraten.

    Grenzen: Die Zahlen beziehen sich auf Domain-Endungen, nicht auf den Firmensitz. Die Spanne beim Anteil ergibt sich vor allem aus der Erkennungsquote für Shopware 6, die wir an 73 Shops gemessen haben. Die absolute Zahl von rund 2.800 Shopware-5-Websites ist davon nicht betroffen.

    Warum das ein Problem ist

    • Keine Sicherheitsupdates seit dem 31. Juli 2024 — jede seitdem gefundene Lücke bleibt offen (Quelle: docs.shopware.com).
    • DSGVO- und Haftungsrisiko: Wer Kundendaten auf bekannt ungepatchter Software verarbeitet, riskiert im Vorfallsfall Bußgeld und Haftung.
    • Steigende Wechselkosten: Plugins und Zahlarten veralten mit — je später die Migration, desto teurer und riskanter wird sie.
    • Kostenpflichtiger Drittanbieter-Support (z. B. Safefive, bis 2029) kann Zeit kaufen, ersetzt aber keine Weiterentwicklung der Plattform.

    Zitieren & Weiterverwendung

    Die Zahlen dürfen mit Quellenangabe frei zitiert werden: „Quelle: webshop-migration.de, Auswertung HTTP Archive und eigener Scan, Oktober 2026" — gern mit Link auf diese Seite. Für Rohdaten, Methodik-Details oder Interview-Anfragen: Kontakt aufnehmen.

    Ihr Shop läuft noch auf Shopware 5?

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    Häufige Fragen zur Studie

    Wie viele Shops laufen 2026 noch auf Shopware 5?

    Im HTTP Archive (Crawl September 2026) laufen rund 2.800 Websites mit Endung .de, .at oder .ch noch auf Shopware 5 — zwei Jahre nach dem offiziellen End-of-Life am 31. Juli 2024. Wir haben 400 davon einzeln nachgeprüft: 98 % liefen im Oktober 2026 tatsächlich noch auf Version 5. Unter allen Shopware-Shops entspricht das nach Korrektur der Erkennungslücken etwa jedem vierten (bester Schätzwert 28 %). Die Zahl ist eine Untergrenze, weil das HTTP Archive nur Websites mit nennenswertem Besucheraufkommen erfasst.

    Ist Shopware 5 noch sicher?

    Shopware 5 erhält seit dem 31. Juli 2024 keine offiziellen Sicherheitsupdates mehr. Jede seitdem entdeckte Lücke bleibt ungepatcht. Für Shops mit Kundendaten und Zahlungsabwicklung ist das ein wachsendes Sicherheits-, DSGVO- und Haftungsrisiko. Kostenpflichtigen Drittanbieter-Support (z. B. Safefive, bis 2029) gibt es — er ersetzt aber keine Weiterentwicklung.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Zwei Quellen: (1) Das HTTP Archive, ein öffentlicher Datensatz, der jeden Monat mehrere Millionen Websites crawlt und die eingesetzte Technik erkennt. Wir haben alle Websites mit Endung .de, .at und .ch ausgewertet, bei denen Shopware erkannt wurde, und je 400 Treffer für Version 5 und 6 mit unserem eigenen Scanner nachgeprüft. (2) Eine eigene Stichprobe von 629 Shop-Domains aus deutschsprachigen Agentur-Referenzlisten, gemessen im Juli und im Oktober 2026. Erkannt wird ausschließlich über technische Marker wie Theme- und Engine-Pfade, nicht über bloße Wortnennungen.

    Was sollten Betreiber eines Shopware-5-Shops jetzt tun?

    Kurzfristig: Risiko bewerten (Zahlungsdaten, Kundendaten, Plugins) und einen Migrationspfad planen — meist zu Shopware 6, alternativ Shopify oder WooCommerce. Je länger die Migration aufgeschoben wird, desto größer werden Sicherheitsrisiko und Projektdruck. Eine Daten-Migration gibt es ab 1.990 € zum Festpreis.

    Christoph Gaul, Webshop-Migrationsexperte
    Über den Autor

    Christoph Gaul

    Seit über 20 Jahren im E-Commerce und Gründer von webshop-migration.de. Hat hunderte Shop-Projekte begleitet – von kleinen B2C-Shops bis zu komplexen B2B-Migrationen mit Kundengruppen, ERP-Anbindung und langer Datenhistorie. Schreibt hier aus der Praxis, nicht aus dem Lehrbuch.

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